Fangopackung in Düsseldorf - Fidelis Team - Physiotherapie Düsseldorf

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Fango - Behandlung mit heilendem Schlamm - Fangopackungen in Düsseldorf

Nutzen Sie die Kraft heilenden Mineralschlamms zur Behandlung von Verspannungen, Schmerzen, Zerrungen und vielem mehr.

Was ist Fango? Was sind Fangopackungen?

Das Wort Fango kommt aus dem Italienischen und bedeutet Schlamm. Bei einer Fangotherapie wird die heilende und entgiftende Wirkung von Mineralschlamm genutzt. Dazu wird die Heilerde zu einem Brei angerührt, auf 70 bis 80 Grad erwärmt und abgekühlt auf 50 Grad etwa zwei Zentimeter dick auf die zu behandelnde Körperpartie aufgetragen und mit Tüchern und Plastikfolie umwickelt. Durch die Packung breitet sich die Wärme über die Haut in die tieferen Gewebsschichten und über den gesamten Körper aus. Die Gefäße weiten sich, man fängt an zu schwitzen und die Durchblutung wird gefördert, der Stoffwechsel wird beschleunigt. Das wiederum verbessert die Nährstoffversorgung und unterstützt die Entgiftung.

Wie lange dauert eine Fango-Anwendung?

In der Regel dauert eine Anwendung mit Fango zwischen 20 und 40 Minuten. Während die Fangopackung im Körper ihre Wärme entfaltet, kommt es bei den meisten Patienten auch zu einer angenehmen allgemeinen Entspannung.

Wärmetherapie Fangopackung

Warme Fangopackungen finden Anwendung bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Auch Probleme an Sehnen und Bändern lassen sich damit behandeln. Mineralische Heilerde hat – auch wenn sie äußerlich aufgetragen wird – über die Haut zusätzlich Wirkung auf tiefere Gewebeschichten und die Organe. Sie soll das Immunsystem stärken und sogar den Blutzuckerspiegel senken.

Grundsätzlich haben Fangopackungen eine schmerzlindernde und das Gewebe entspannende Wirkung. Sie lassen sich ideal mit Massagen (im Anschluss an die Fangoanwendung) kombinieren und unterstützen deren Wirkung.

Kältetherapie Fangopackung

Fangopackungen lassen sich auch kalt anwenden. Die Kälte bewirkt ein Zusammenziehen der Gefäße. Wünschenswert ist dies zum Beispiel bei leichten akuten Sportverletzungen wie Stauchungen oder Prellungen.

Da Sportler oder Patienten mit akuten Verletzungen eher selten in die physiotherapeutische Praxis kommen, wenden wir Fango fast ausschließlich als Wärmetherapie in unserer Praxis an.

Wann darf Fango nicht angewendet werden?

Nicht angewendet werden darf Fango als Wärmetherapie bei akuten Entzündungen, Verletzungen, Durchblutungsstörungen der Haut, Ödemen (Schwellungen), Infektionen, Fieber, Venenerkrankungen sowie bei Herz-Kreislauf-Patienten.

Wer verschreibt Fangopackungen? Ist Fango auf Rezept möglich?

Fangoanwendungen können verschrieben und in den Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Aus der Erfahrung, dass es trotz entsprechender Indikation (Behandlungsanlass) und Verschreibung Probleme mit der Kostenerstattung sowohl bei den privaten als auch gesetzlichen Krankenkassen geben kann, empfehlen wir die Übernahme der Kosten vor Behandlungsbeginn abzuklären. Gerne beraten und unterstützen wir Sie dabei.

Was anziehen bei Fangopackung?

Einer besonderen Kleidung bedarf es nicht. Wir empfehlen Ihnen allerdings Unterwäsche zum Wechseln mitzubringen.

Fangoanwendungen – Wann sind Fangopackungen sinnvoll?

Grundsätzlich lassen Fangopackungen sich bei Beschwerden anwenden, die mit Verspannungen, Zerrungen und Schmerzen am Bewegungsapparat einhergehen.

Typische Indikationen (Anlässe) für Fangoanwendungen sind:

  • Muskelverspannungen/Verhärtungen

  • Rückenschmerzen (Bandscheibenvorfall)

  • Nackenschmerzen

  • Zerrungen

  • Rheumatische Beschwerden

  • Arthrosen

  • Osteoporose

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates

  • Ischiasbeschwerden (Schmerzen im Gesäß, Kreuz und/oder Bein)

  • Gynäkologische Beschwerden

  • Chronische Erkrankungen der Harnwege

  • Hautkrankheiten

  • Neuralgien (Nervenschmerzen)

Geschichte der Fangotherapie

Die Nutzung der heilenden Wirkung von Erde ist schon seit frühester Zeit bekannt. Es gibt Belege dafür, dass heilkundige Priester die antiseptische (entzündungshemmende) Wirkung von Heilerde bereits 3000 v. Chr. nutzten. Sebastian Kneipp (1821 – 1897) setzte Heilerde insbesondere zur Behandlung von Hautausschlägen, Geschwüren und Wunden ein und der Heilkundler Adolf Just (1821 – 1932) schwor auf die innerliche Anwendung. Er gründete auch die Gesellschaft für Heilerde, nachdem er sich als Buchhändler umfassend mit dem Studium der Wirkung von Heilerde beschäftigt und nach Lesen der Schriften von Sebastian Kneipp sein Nervenleiden selbst geheilt hatte.

Italien gilt als Ursprungsland des Fangos. Fango bedeutet im Italientischen so viel wie Schlamm. Historische Quellen belegen, dass bereits römische Legionäre die Heilkraft vulkanisch-mineralischen Heilschlamms zu nutzen verstanden.

Der italienische Fango setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Thermalwasser, Fangoschlamm und Algen.

In der modernen Fangotherapie werden zunehmend Schlammpackungen eingesetzt, die aus Parafin und Gesteinsmehl zusammengesetzt sind.