Haltungs- und Skoliosebehandlungen (nach Katharina Schroth) - Physiotherapie Düsseldorf

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Haltungs- und Skoliosebehandlung (nach Katharina Schroth) in Düsseldorf

Wir sind auf die Behandlung von Fehlhaltungen und Skoliosen spezialisiert und wenden sowohl die Skoliosetherapie nach Katharina Schroth als auch die PNF-Therapie an.

Bei Schiefstellungen im Becken, in den Schultern oder in der Wirbelsäule spricht man von Fehlhaltungen. Fehlhaltungen in der Wirbelsäule, die sowohl seitlich als auch nach hinten oder vorn gekrümmt und in sich gedreht (Wirbelkörperdrehung) sein können, werden als Skoliosen bezeichnet. Man spricht auch von einer dreidimensionalen Verformung der Wirbelsäule und des Rumpfes.

Das Ziel von Haltungs- und Skoliosebehandlungen ist es, die krankhaft veränderten Bewegungsabläufe in gesunde zu führen beziehungsweise zurückzuführen.

 

Was sind die Symptome einer Skoliose?

Skoliosen treten meistens im Wachstumsalter bei Kindern auf und sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei der häufigsten Form der Skoliose – der idiopathischen Skoliose – beginnt die Verformung damit, dass der vordere Anteil der Wirbelkörper stärker wächst als der restliche Teil. Manchmal ist die Krümmung so dezent, dass sie äußerlich nicht erkennbar ist. Stärkere Verformungen sind jedoch deutlich sichtbar. Wichtig ist es, eine Skoliose im Wachstumsalter zu behandeln beziehungsweise auszugleichen, da sie sich sonst im Erwachsenenalter progressiv fortsetzen kann (siehe unten Skoliose Typ 2).

Eine Skoliose bei Erwachsenen unterscheidet sich von der idiopathischen Skoliose im Wachstumsalter durch eine stärkere Abweichung (Deformatation), die für Störungen der Wirbelsäule und Schmerzen sorgt. Bei Erwachsenen werden Skoliosen in Typ 1, 2 und 3 unterschieden:

Skoliose Typ 1, auch primäre Skoliose, ist eine Verformung, die erstmals im Erwachsenenalter auftritt, häufigt bedingt durch Arthrose-Erscheinungen in der Wirbelsäule. Meist tritt sie im Lenden- oder Brustbereich auf.

Skoliose Typ 2, auch idiopathisch progressive Skoliose, ist eine Deformierung der Wirbelsäule im Erwachsenenalter infolge einer Skoliose in der Jugend. Ihre Erscheinungsform hängt von der Ausprägung der Skoliose in jungen Jahren und der bisherigen Behandlung ab.

Skoliose Typ 3, auch sekundäre degenerative Skoliose, ist die Folge einer bestehenden Skoliose in benachbarten Bereichen der Wirbelsäule oder einer Knochenstörung, die auch Wirbelbrüche verursachen kann.

Die häufigsten Symptome einer Skoliose sind Wirbelsäulenschmerzen, oft begleitet von Schmerzen in der Hüfte und den Beinen.

Folgende Anzeichen sind charakteristisch für eine Skoliose:

  • Beim aufrechten Stand und locker herabhängenden Armen sind die Schultern unterschiedlich hoch.

  • Beckenschiefstand: Bei aufrechtem Stand ist eine Seite des Beckenkamms höher als die andere.

  • Bei einer gedachten Linie vom Kopf bis zum Becken sollte die Linie ziemlich genau in der Mitte des Beckens ankommen. Bei einer Skoliose steht der Kopf oft rechts oder links der Beckenmitte.

  • Vom Rücken aus betrachtet kann ein Schulterblatt deutlicher hervorstehen als das andere.

Was sind die Ursachen einer Skoliose?

In 80 bis 90 Prozent der Fälle ist unklar, warum eine Skoliose entsteht. Aus dem Grund heißt es auch „idiopathische Skoliose“. Dies bedeutet, dass die Ursache nicht bekannt ist. Ärzte vermuten, dass bei Kindern eine Fehlsteuerung der Muskeln, der Nerven oder des Stoffwechsels für das ungleiche Wachstum verantwortlich ist.

In manchen Fällen sind angeborene Fehlbildungen, Muskel- und Nervenerkrankungen oder Unfälle die Ursache für die Ausbildung einer Skoliose.

 

Skoliosen, die im Erwachsenenalter auftreten, können folgende Ursachen haben:

  • Erkrankungen der Muskulatur wie Muskelschwund

  • Verformung der Wirbelkörper, die angeboren oder durch Brüche oder Entzündungen entstanden sein können

  • Störung der Nervenversorgung im Rücken

Wie wird eine Skoliose diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Skoliose (Schiefstand des Beckens oder der Schulter) sollte gerade im Wachstumsalter ein Facharzt (Hausarzt, Kinderarzt, Orthopäde) zur Abklärung aufgesucht werden.

Bei Verdacht auf Skoliose und nach einer eingehenden körperlichen Untersuchung und Erfassung der Symptome, erfolgt zur Abklärung eine großformatige Röntgenaufnahme der Lenden- und Brustwirbelsäule im Stehen. Mit der Röntgenaufnahme lässt sich die Stelle ausmachen, an der die Wirbelsäule gekrümmt ist, und auch der Krümmungswinkel wird gemessen.

 

Leichte Skoliose: Winkel von mehr als 10, aber maximal 40 Grad

Mittelschwere Skoliose: ab 40 bis 50 Grad

Schwere Skoliose: über 50 Grad

Manchmal ist zusätzlich auch eine MRT (Magnetresonanztomografie)-Untersuchung erforderlich, um die Nerven und das Gewebe der Wirbelsäule im Bereich der Verkrümmung und Drehung zu beurteilen.

Wie wird die Skoliosebehandlung nach Katharina Schoth durchgeführt?

Die Krankengymnastik hat ihren festen Platz in der Behandlung von idiopathischen Skoliosen. Wir haben uns auf die Skoliosebehandlung nach Katharina Schroth spezialisiert. Die Durchführung der Behandlung findet vor einem Spiegel statt, in dem der Patient die Fehlform seines Rumpfes und die Ausführung seiner Bewegungen nach Anweisungen des Therapeuten verfolgen kann. Durch die Spiegelkontrolle soll der Patient lernen, seine Bewegungen optimal auszukorrigieren. Durch die Ausführung der angewiesenen und über den Spiegel kontrollierten Übungen kann der Patient lernen, Muskellängen, Muskelspannungen und Gelenkstellungen bewusst wahrzunehmen und zu verinnerlichen. Ein wichtiger Bestandteil der Schroth-Therapie ist auch die sogenannte Dreh-Winkel-Atmung. Sie dient zur Wiederauflösung von Atemmustern, die sich bei Betroffenen durch die Verformung des Rumpfes herausgebildet haben.

Die Schroth-Therapie zählt derzeit zu den anerkanntesten krankengymnastischen Formen der Skoliosetherapie. Sie erfordert viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl seitens des Therapeuten sowie Körpergefühl und Mitarbeit vom Patienten selbst.

Die wichtigsten Behandlungsziele der Schroth-Therapie sind:

  1. Ausrichtung und Aufhebung der Verdrehung der Wirbelsäule

  2. Verzögerung besser noch Aufhaltung der Krümmungszunahme

  3. Kräftigung der geschwächten Rückenmuskulatur

  4. Dehnung der verkürzten Rückenmuskulatur

  5. Ausdauertraining und Konditionsaufbau

  6. Erlernen der Drehwinkelatmung zur Korrektur

  7. Beseitigung von Bewegungseinschränkungen

  8. Verbesserung der Lungenfunktion

  9. Stabilisierung der physiologischen Haltung

  10. Verbesserung des Körpergefühls und der Wahrnehmung

 

Quelle der Behandlungsziele: www.deutsches-skoliose-netzwerk.de

 

Skoliosebehandlung auch mit der PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)-Therapie

Wir behandeln zur Verbesserung der Körperwahrnehmung Skoliosepatienten auch mit der PNF-Therapie. Mehr über die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) lesen Sie im Kapitel PNF-Therapie.