Kiefergelenkstherapie (CMD) in Düsseldorf - Fidelis Team - Physiotherapie Düsseldorf

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Kiefergelenkstherapie in Düsseldorf

Kiefergelenkstherapie (CMD = Craniomandibuläre Dysfunktion)

Wir haben uns in unserer Praxis auf die Behandlung von Kiefergelenksproblemen (CMD-Kiefergelenkstherapie) unter anderem nach CRAFTA® und Prof. Baumann spezialisiert.

 

CRAFTA® steht für Cranio Facial Therapy Academy und ist eine international agierende Akademie, die Physiotherapeuten und Manualtherapeuten speziell für die Behandlung von Kopf-Nacken-Beschwerden ausbildet.

Worauf zielt die Kiefergelenksbehandlung ab?

Grundsätzlich zielen physiotherapeutische Kiefergelenksbehandlungen darauf ab, den Muskeltonuns (Verspannungen und Verhärtungen) in der Kiefermuskulatur und je nach Ausprägung auch in der Schulter- und Nackenmuskulatur zu regulieren.

Da die eigentliche Ursache für Kiefergelenksprobleme auch in Haltungsschäden in der Wirbelsäule oder im Becken liegen kann, sind im Rahmen einer Kiefergelenkstherapie auch Haltungsdefizite zu korrigieren.

Soweit es möglich ist, ist es wichtig, die eigentliche Ursache für Kiefergelenksprobleme auszumachen. Leider ist es häufig so, dass Kiefergelenksproblematiken lange Zeit unerkannt bleiben und nicht richtig behandelt werden, auch weil sie sich durch Symptome wie Ohrengeräusche oder Rückenschmerzen äußern können, die zunächst nicht mit dem Kiefer in Zusammenhang gebracht werden.

Was sind Kiefergelenksprobleme? Wie lassen sie sich erkennen?

Kiefergelenksprobleme werden allgemein als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet. Sie entstehen durch Fehlfunktionen zwischen Schädel (= Cranio) und Kiefer (= Mandibula = Unterkiefer). Ihre Ursachen und Auswirkungen sind vielfältig und oft unterschätzt. So kann hinter Ohren- oder Kopfschmerzen nächtliches Zähneknirschen als wahre Ursache stecken. Kiefer- und Bissfehlstellungen sind in vielen Fällen auch die eigentlich Verantwortlichen für Nacken-, Rücken- oder Wirbelsäulenproblematiken. Auch Ischiasschmerzen und Brustwirbelblockierungen können Auswirkungen eines nicht intakten Kiefergelenks sein.

Nach Zahlen des CMD Dachverbandes e.V. leiden in Deutschland rund sieben Millionen Menschen unter den Folgen einer gestörten Kiefergelenksfunktion.

CMD-Probleme können mit harmlosen Schmerzen beginnen, die bei vereinzeltem Auftreten nicht richtig ernst genommen werden. Im weiteren Verlauf können sie starke Schmerzen und ernsthafte Störungen im Körper verursachen, sodass Betroffene oft „Höllenqualen“ erleiden und von einem Arzt zum anderen gehen, ohne dass die Ursache ihrer Beschwerden festgestellt wird.

Bei folgenden Symptomen und Krankheitsbildern sollte immer auch eine Kiefergelenksproblematik als Ursache in Betracht gezogen werden:

  • Kiefergelenksknacken/Knacken oder andere Geräusche im Kiefergelenksbereich

  • Einschränkungen und Schmerzen beim Öffnen und Schließen des Munds

  • Keine Mundöffnung möglich oder Kiefersperre

  • Gesichtsschmerz halbseitig und beidseitig

  • Zahn- und Kieferschmerzen, ohne dass eine Zahnproblmatik in Form einer Entzündung oder Ähnlichem vorliegt

  • Ohrengeräusche (Tinnitus) und Ohrenschmerzen

  • Verspannte und schmerzhafte Wangen vor allem nach dem Aufstehen

  • Zähneknirschen (Bruxismus) – Aufeinanderpressen der Zähne nachts und am Tage

  • Abriebspuren an den Zähnen

  • Schluckbeschwerden

  • Augenflimmern

  • Schwindel

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Beinlängendifferenz

  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Nackenbereich und/oder in der Wirbelsäule

  • Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen

  • Beckenschiefstand

  • Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung)

  • Gesichtsskoliose (muskuläres Ungleichgewicht im Gesicht, „schiefes Gesicht“)

  • Nackenverspannungen und Muskelschmerzen an der Wirbelsäule

  • Taubheitsgefühl in den Armen

  • Schlaflosigkeit

  • Herzprobleme

  • Bronchitis

  • Reizmagen

  • Blasenentzündung

Wie kommt es zu Kiefergelenksproblematiken?

Das Kiefergelenk ist zum einen mit dem Schädel und zum anderen über die Wirbelsäule und das Becken mit dem gesamten Körper verbunden. Wie fein es arbeitet merkt man daran, wenn man ein Haar zwischen den Zähnen hat.

Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Gesundheit des Kauapparates und die allgemeine Gesundheit in einem engen Zusammenhang stehen und Funktionsstörungen ernsthafte Probleme im gesamten Körper bereiten können, aber dennoch ist die Erstellung einer genauen Diagnose nicht einfach und erweist sich bei manch Betroffenem als eine Art Odyssee. In der Therapie ist oft eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Beispiel zwischen Zahnarzt und Physiotherapeut erforderlich.

Kiefergelenksbeschwerden können wie bereits erwähnt aus sehr vielfältigen Gründen entstehen. Oft stecken durch Stress bedingte muskuläre Verspannungen dahinter. In manchen Fällen ist es aber auch eine Fehlhaltung im Becken oder in der Wirbelsäule, die den Kiefer verschiebt. Die häufigsten Ursachen sind Zähneknirschen (vor allem nachts), Bissfehlstellungen und schädliche Angewohnten in der Kieferbewegung. Im Einzelnen:

Zähneknirschen (Bruxismus)

Findet Zähneknirschen tagsüber satt, handelt es sich meist um eine Angewohnheit, die sich bewusst unterbinden lässt.

Nächtliches Zähneknirschen findet dagegen unbewusst statt und lässt sich nicht so leicht abstellen. Typisches Zeichen nächtlichen Zähneknirschens ist ein Abrieb der Zähne. Eine vom Zahnarzt angefertigte Aufbissschiene kann helfen, die Zähne zu schützen und im Idealfall der Kaumuskulatur und dem Kiefergelenk das Knirschen abzugewöhnen.

Bissanomalien

Von Bissanomalien spricht man, wenn Zähne und/oder Kiefer in einem gestörten Verhältnis zueinander stehen. Dies kann der Fall sein, wenn eine Zahnfüllung zu hoch ist oder der Zahnersatz (noch) nicht richtig sitzt. Bissanomalien sollten im Zusammenhang mit Kieferproblemen im Vorfeld stets abgeklärt und gegebenenfalls behoben werden.

Schädliche Angewohnheiten

Auch bestimmte Angewohnheiten, wie das Kauen auf der Lippe oder Wange, können längerfristig Kiefergelenksprobleme verursachen ebenso wie ein „Spielen“ oder Kauen auf Stiften oder Büronadeln wie auch ständiges Kauen von Kaugummi.

Was ist eine Kiefergelenkstherapie und wie erfolgt sie?

Das Ziel einer Kiefergelenkstherapie ist es, die Fehlfunktion des Kiefers zu beheben. Dazu ist unter Umständen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich von Zahnarzt und Physiotherapeut oder von Kieferorthopäde und Physiotherapeut oder auch von Orthopäde und Physiotherapeut – zum Beispiel, wenn Kieferprobleme Rückenschmerzen verursachen.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Ist nächtliches Zähneknirschen für die Kiefergelenksprobleme verantwortlich, hilft eine sogenannte Aufbissschiene, die Zähne vor weiterem Abrieb zu schützen und gegebenenfalls das Knirschen abzustellen. Eine Aufbissschiene wird vom Zahnarzt gefertigt. Die Kosten hierfür werden sowohl von den gesetzlichen als auch privaten Krankenkassen übernommen. Anders ist dies bei einer Funktionsschiene. Eine Funktionsschiene kann zum Beispiel helfen, ein Kiefergelenk, das über starke Verspannungen „verschoben“ wurde, langsam wieder in seine Position zurückzuschieben. Hier ist die Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Physiotherapeut besonders wichtig. Die Korrektur des Kiefergelenks kann nämlich nur langsam und Stück für Stück erfolgen. Nachdem der Physiotherapeut mit seiner Kiefergelenksbehandlung für Entspannung im Kiefer gesorgt hat, muss die Funktionsschiene entsprechend angepasst werden, so lange bis der Kiefer durch die Kombination Entspannung und Nachjustieren der Funktionsschiene wieder in seine eigentliche Position gerückt ist.

Die physiotherapeutische Kiefergelenkstherapie ist eine spezielle Form der Manuellen Therapie. Wir sind zusätzlich ausgebildete CRAFTA®-Therapeuten, dass heißt, wir sind speziell ausgebildet für die Behandlung von Kopf-Nacken-Beschwerden.

Da ein Großteil der Kiefergelenksproblematiken durch Verspannungen verursacht wird oder Verspannungen bewirkt – etwa im Nacken, in den Schultern und im Rücken – zielt die Behandlung auf eine Auflösung und Regulierung der Muskelspannungen und Verhärtungen ab.

Stehen Kiefergelenksprobleme im Zusammenhang mit Fehlhaltungen wie einem Beckenschiefstand oder einer Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), sind diese auszugleichen.

Kiefergelenksbehandlungen können sehr komplex (vielfältig) sein, da der Kiefer über die Achse Wirbelsäule und Becken quasi mit allen Körperabschnitten und auch mit den inneren Organen im Kontakt steht. Auch emotionale und psychische Prozesse können eine große Rolle spielen. Dies bringen Formulierungen wie „auf dem Zahnfleisch gehen“ oder „die Zähne zusammenbeißen“ zum Ausdruck.

Wir haben uns auf die Kiefergelenkstherapie spezialisiert. Im Vorfeld der Behandlung führen wir eine umfassende Untersuchung (nach Prof. Baumann) durch und analysieren die Problematik. Daraus abgeleitet ergeben sich Therapieoptionen, die wir mit unseren Patienten abstimmen. Je mehr sich ein Patient in die Therapie einbringt und auch eigenständig zu Hause Übungen nach unserer Anleitung ausführt, desto erfolgreicher wird das Behandlungsergebnis sein.

Was sind CRAFTA®-Therapeuten?

CRAFTA®-Therapeuten sind von der internationalen Akademie Cranio Facial Therapy Academy speziell für die Behandlung von Kopf-Nacken-Beschwerden ausgebildete Physiotherapeuten oder Manualtherapeuten.

CRAFTA®-Therapeuten behandeln vier Bereiche: Kopf, Gesicht, Kiefer und Nacken.

Kopf zum Beispiel bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp und Migräne

Gesicht zum Beispiel bei Gesichtsschmerzen, Nervenschmerzen und

Gesichtslähmungen

Kiefer zum Beispiel bei Schmerzen im Kiefergelenk, bei verringerter Mundöffnung und Zahnschmerzen, die nicht durch den Zahn selbst ausgelöst werden

Nacken zum Beispiel nach einem Schleudertrauma, anhaltenden mechanischen Nackenschmerzen und Bewegungseinschränkungen

 

CRAFTA®-Therapeuten ziehen Schlüsse aus ihrer Untersuchung und besprechen mögliche Behandlungsoptionen mit dem Patienten.

CRAFTA®-Therapeuten arbeiten interdisziplinär etwa mit Kinderärzten, Zahnärzten, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Logopäden, Hals-Nasen-Ohrenärzten und Kinderphysiotherapeuten zusammen