Manuelle Lymphdrainage in Düssedorf - Fidelis Team - Physiotherapie Düsseldorf

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Manuelle Lymphdrainage in Düsseldorf

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle sanfte Massagetechnik, die zur Entstauung von Lymphödemen (Schwellungen) eingesetzt wird. In den 1970er-Jahren in die Schulmedizin eingeführt, ist das Prinzip der Manuellen Lymphdrainage, den Abfluss und die Weiterleitung der Lymphe mittels bestimmter Grifftechniken zu unterstützen.

Eine Lymphdrainage kann je nach Ausprägung des Ödems 30 Minuten, 45 Minuten oder 60 Minuten dauern.

Wie funktioniert die Manuelle Lymphdrainage?

Dazu ein kleiner Ausflug in die Welt des Lymphsystems:

Das Lymphsystem durchzieht wie ein Netzwerk analog zu unserem Venensystem den Körper. Es besteht aus den Lymphgefäßen, Lymphbahnen, Lymphknoten und Lymphporganen, zu denen die Milz, die Thymusdrüse, die Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln sowie das lymphatische Gewebe im Darm gehören.

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems. Zusätzlich ist es für den Transport der Nahrungsfette aus dem Darm verantwortlich sowie für den Abtransport von Stoffwechselresten aus den Zellzwischenräumen zuständig.

Die Arterien versorgen den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. 90 Prozent der Stoffwechselreste werden von den Venen aufgenommen und abtransportiert. 10 Prozent dieser Stoffwechselrestflüssigkeit – die als Lymphe bezeichnet wird – gelangt in die Zellzwischenräume.

Die Lymphbahnen stellen zum Venensystem ein zweites Abflusssystem dar. Sie transportieren die Lymphe aus den Zellzwischenräumen über die Lymphbahnen zu den Lymphknoten. Von dort aus wird die Lymphe in immer größeren Lymphbahnen Richtung Herz transportiert, um schließlich im venösen Blutkreislauf zu enden.

Die größeren Lymphgefäße sind innen mit Muskelgewebe ausgestattet. Durch rhythmisches Zusammenziehen dieser Gefäßmuskulatur wird die Lymphe transportiert. Lymphklappen verhindern einen Rückfluss der Lymphe.

Ist der Lymphfluss – zum Beispiel durch eine Verletzung oder eine Vernarbung infolge einer Operation oder durch entzündliche Veränderungen der Lymphknoten wie auch durch Bewegungsmangel – behindert oder unterbrochen, kommt es zu einem Rückstau der Lymphe im Gewebe. Die dadurch bedingte Schwellung wird als Lymphödem bezeichnet.

Lymphödeme treten in der Regel an den Armen oder/und Beinen auf. Je nach Ausprägung, kann ein Lymphödem Schmerzen verursachen. Auch kann die Haut an den betroffenen Stellen durch die ständige Straffung austrocknen und porös werden.

Anwendung

Bei der Manuellen Lymphdrainage wird der Lymphfluss durch sanfte rhythmische, kreisende und pumpende Massagebewegungen mit den Händen angeregt. Durch eine Verstärkung des Lymphrückflusses wird das Gewebe entstaut und die Schwellung geht zurück. Um eine erneute Ödembildung zu verhindern, schließt sich der Behandlung in den meisten Fällen eine Kompression (ein Zusammendrücken) des Gewebes mit Bandagen oder Kompressionsstrümpfen an. Auch auf eine Pflege der Haut ist zu achten.

Eine zielgerichtete entstauende Gymnastik und generell ausreichende körperliche Bewegung regen den Lymphfluss an, verbessern das Behandlungsergebnis und wirken einer erneuten Ödembildung entgegen.

Wir behandeln Sie umfassend und beraten Sie, welche Maßnahmen für Sie geeignet sind, um Schwellungen abzubauen und zu vermeiden.

Warum ist eine Manuelle Lymphdrainage schmerzlindernd?

Die gestaute Lymphflüssigkeit im Gewebe sorgt für Spannungen, die auch Schmerzen verursachen können. Da die Manuelle Lymphdrainage für eine Entstauung sorgt, wird das Gewebe entlastet und auch die Schmerzen gehen in der Regel zurück.

Wer verschreibt eine Manuelle Lymphdrainage?

Je nach Krankheitsbild kann eine Manuelle Lymphdrainage vom Arzt verschrieben werden. Liegt keine anerkannte medizinische Ursache für eine Ödembildung vor und ist keine Verschreibung möglich (zum Beispiel nach einer Schönheits-OP), können Sie die Manuelle Lymphdrainage gerne als Selbstzahlerleistung bei uns in Anspruch nehmen. Wir beraten und behandeln Sie umfassend.

Welche Krankheitsbilder lassen sich mit der Manuellen Lymphdrainage behandeln?

Da die Lymphdrainage vielfältige Wirkungen hat, sind auch die Indikationen (Anlässe) ebenso vielfältig. Wir wenden in unserer Praxis die Lymphdrainage in folgenden Fällen an:

  • Lymphödeme (Schwellungen) an Armen und Beinen

  • Lymphödeme nach Entfernung von Lymphknoten in der Achselhöhle etwa bei Brustkrebs

  • zur Heilunterstützung nach traumatischen Schädigungen (Verletzungen, Unfällen) wie Hämatome (Blutergüsse), Verstauchungen, Muskelfaserrisse

  • Nachbehandlungen bei Knochenbrüchen

  • Narbenbehandlungen nach Operationen (unter Umständen bessere Wundheilung)

  • Rheumatische Erkrankungen – insbesondere Weichteilrheuma

  • Arthrosen

  • Ödembildungen nach ästhetisch-operativen Eingriffen

 

Nicht angewendet werden darf eine Manuelle Lymphdrainage bei folgenden Krankheitsbildern:

  • Bösartigen Tumoren

  • Erhöhter Körpertemperatur

  • Akuten, tiefen Beinvenenthrombosen

  • Ausgeprägter Herzinsuffizienz (Herzschwäche), kardialem Ödem

  • Akuten, fieberhaften oder bakteriellen Entzündungen

  • Akuter Thrombophlebitis (Venenentzündung)