Taping in Düsseldorf - Fidelis Team - Physiotherapie Düsseldorf

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Taping - Physio-Taping - Kinesio Taping in Düsseldorf

Taping – auch Physio-Taping oder Kinesio-Taping genannt – kann für eine heilungsunterstützende Bewegung bei Rückenbeschwerden, Muskelschmerzen, Gelenk- und Faszienproblemen sorgen.

Was ist Taping?

Spätestens seit den Olympischen Spielen in Peking 2008 kennen wir die bunten Physio-Tapes, mit denen vereinzelt Sportler unterschiedlicher Nationalität in den Wettkämpfen starteten. Die inzwischen weit verbreitete Methode des Tapings soll helfen, mit speziell aufgeklebten elastischen Bändern Muskelverspannungen und Verhärtungen abzubauen, Muskeln zu stärken sowie Gelenk-, Sehnen- und Bänderprobleme durch Bewegung zu heilen.

Taping wurde bereits in den 1970-er Jahren von dem Japaner Kenzo Kase entwickelt. Als Chiropraktiker und Kinesiologe (Kinesiologie = Wissenschaft der Bewegung, angewandt als alternatives Bewegungsverfahren) suchte Kenzo Kase nach einer Möglichkeit, Muskel- und Gelenkfunktionen zu unterstützen, ohne die Beweglichkeit einzuschränken, so wie es fest umwickelte Tapes tun.

Kinesio-Tapes sind elastische Bänder, die durch Klebung so angebracht werden, dass sie einen positiven Einfluss auf die Muskelfunktion haben, die Gelenkfunktion unterstützen und den Lymphfluss aktivieren. Jedenfalls deuten bisherige Untersuchungen und Erkenntnisse auf diese Wirkungen hin. Zusätzlich sollen die Schmerzrezeptoren stimuliert werden, sodass auch Schmerzen in den Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien (Bindegewebsfasern) mit dem Taping gelindert werden können.

Wie funktioniert Taping?

Mit unterschiedlichen Techniken werden verschiedenfarbige Tapes auf die Haut aufgebracht, wo sie je nach Beschwerdebild und Behandlungsansatz unterschiedliche Wirkungen auf die Muskeln, die Gelenke, Bänder, Sehnen, Faszien und den Lymphfluss haben.

Zur Entlastung eines überstrapazierten, verhärteten Muskels beispielsweise wird das elastische Band vom Ansatz des Muskels aus in Richtung seines Ursprungs aufgebracht. Bei dem Armbeuger, bekannt als Bizeps, wäre das von unten (Ansatz) nach oben (Ursprung). Zur Stärkung eines geschwächten Muskels wäre es genau anders herum – vom Ursprung zum Ansatz, beim Bizeps also von oben nach unten.

Welche Wirkung hat Taping?

Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung von Kinesio-Taping bislang nicht, aber aktuelle Studien und die bisherigen Erfahrungen mit günstigen Wirkungen, gerade bei Spitzensportlern, gehen von folgenden Effekten aus:

  • positive Veränderung der Muskelaktivität mit einer Normalisierung der Muskelspannung und Unterstützung der Muskelfunktion

  • Unterstützung der Gelenkfunktion

  • Linderung von Schmerzen durch Beeinflussung der Schmerzrezeptoren

  • Entlastung des Gewebes nach Verletzungen und Schädigungen (zum Beispiel Reduzierung von Entzündungsreaktionen und Verbesserung der Zirkulation der Gewebeflüssigkeiten)

  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte

  • Verbesserung des Lymphabflusses (Lymphe = Gewebsflüssigkeit in den Zellzwischenräumen, die unter anderem verantwortlich für Schwellungen ist)

  • passive Unterstützung von Bändern und Sehnen (leichte Bewegungskorrektur)

  • günstige Wirkung auf die Faszien durch eine Art Dauermassage durch das Tape

Warum unterschiedliche Farbtapes? Haben die verschiedenen Farben der Tapes unterschiedliche Wirkung?

Bereits Kenzo Kase wählte bei der Entwicklung des Kinesio-Tapings unterschiedlich farbige Tapes (elastische Bänder): Rot, Blau und Beige. Deren Unterscheidung leitet sich bis heute mehr aus den Annahmen der Wirkungen von Farben (Farbtherapie) ab als von unterschiedlichen Elastizitätsgraden oder Ähnlichem.

Nach der Lehre der Farbtherapie haben Farben unterschiedliche Schwingungen. Sehr hohe Schwingungen bilden den Bereich Infrarot, der für Wärme steht. Niedrige Schwingungen stehen für das ultraviolette Farbspektrum (blaues Licht) und damit eher für Kälte. Je nach Behandlungsanlass wird in den Fällen, in denen eine „Kühlung“ angezeigt ist, wie bei Schwellungen oder Prellungen, ein blaues Tape gewählt. Bei Verspannungen und Verhärtungen kommen eher rote „wärmespendende“ Tapes zum Einsatz. Sollte die Funktion des Tapings in erster Linie der Verbesserung der Zirkulation der Gewebsflüssigkeiten dienen, wählte Kase beige Elastikbänder.

Die Techniken und Einsatzbereiche des Tapings haben sich in den letzten Jahren umfangreich weiterentwickelt. Inzwischen gibt es auch grüne, schwarze und gelbe Tapes.

Nachstehend haben wir eine kleine Farbübersicht zusammengestellt:

Rote Tapes

Die Farbe Rot hat anregende Wirkung. Sie wird im Taping eingesetzt, wenn die Tapes eine wärmende und stabilisierende Wirkung haben sollen. Emotional sollen die roten Tapes aufweckenden, vitalisierenden Charakter haben.

Blaue Tapes

Körperlich sollen blaue Tapes eher dämpfend und kühlend wirken wie auch entzündungshemmend. Auf emotionaler Ebene wird ihnen eine harmonisierende, entspannende Wirkung zugesprochen.

Beige Tapes

Die Farbe Beige soll im Taping eine neutrale Wirkung haben. Beige Tapes werden eingesetzt, wenn die Wirkung, die das Tape haben soll, nicht ganz eindeutig ist oder wenn das Tape im Gesicht oder am Hals angewandt wird, damit es möglichst wenig auffällt.

Grüne Tapes

Grün soll auf die Körperachse eine ausgleichende, harmonisierende Wirkung haben. Deshalb werden grüne Tapes meist eingesetzt, wenn innere Organe mit der Behandlung angesprochen werden sollen oder auch wenn es um mentales und seelisches Gleichgewicht geht.

Gelbe Tapes

Auf körperlicher Ebene soll Gelb anregend auf den Stoffwechsel, stärkend auf die Nerven und vitalisierend auf den Körper wirken. Gelbe Tapes werden da eingesetzt, wo es um Vitalisierung und Stimmungsaufhellung geht.

Schwarze Tapes

Schwarze Tapes wirken ähnlich wie blaue Tapes. Sportler nehmen sie gerne, weil sie neutral wirken. Zudem steht Schwarz für Kraft und Willensstärke.

 

Übrigens: Kinesio-Tapes enthalten keinerlei Wirkstoffe (Arzneimittel). Daher beeinträchtigen sie weder eine medikamentöse noch eine homöopathische Behandlung.

Bei welchen Indikationen (Anlässen) und Krankheitsbildern wird das Taping eingesetzt?

Taping wird in der Regel nicht als alleinige Behandlung eingesetzt. Vielmehr ist es eine Behandlungstechnik, die andere physiotherapeutische Behandlungen wie klassische Massagen, manuelle Therapien, manuelle Lymphdrainagen oder krankengymnastische Therapien ergänzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass Taping einen postiven Einfluss auf die Muskelspannung, den Lymphfluss und die Gelenkfunktionen hat. Zusätzlich lindert es Schmerzen. Entsprechend vielfältig ist sein Einsatzbereich:

  • Rückenschmerzen (Lumbago = umgangssprachlich „Hexenschuss“, Halswirbelsäulen-Syndrom, Kreuzschmerzen)

  • Muskelverletzungen und Muskelbeschwerden (Zerrungen, Faserrisse, Muskelrückbildungen, unausgeglichene Muskelpartien)

  • Schulterbeschwerden

  • Schulterinstabilitäten

  • Gelenkbeschwerden (Bandverletzungen, Schwellungen, Arthrose)

  • Sehnenbeschwerden (Entzündungen, Sehnenscheidenentzündungen, Patellaspitzensyndrom)

  • Überlastungsschäden an Muskeln, Bändern und Sehnen

  • Fehlhaltungen, Haltungsschwächen, Fehlstellungen (Skoliose)

  • Kopfschmerzen, Migräne

  • Lymphabflussstörungen

  • Faszienbeschwerden

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